Jan 28, 2009
Mich kümmert es!
Vielen Dank für Eure Beteiligung. Es war sehr schön, für alle zu sehen, dass ihr euch für das Anliegen eines Menschen interessiert. Es war uns wichtig in diesem Schritt zu zeigen, dass man eben nicht alleine ist, dass es Menschen gibt, die wenigstens zuhören. Die Person, für die wir das gestartet haben, wird sich hoffentlich bald selbst noch hier äußern. Bitte versteht aber, dass sie momentan ganz andere Sorgen und Probleme hat, als einen Blogartikel zu schreiben. Soviel kann ich verraten, es hat sie sehr gefreut und ihr auch wieder ein Stück Kraft und Vertrauen in andere Menschen gegeben, um Dinge selbst wieder anzupacken. Sie ist kurzfristig mit Hilfe versorgt, sollte es noch konkreten Bedarf geben, werden wir uns wieder melden. Danke auch an die Angebote für ganz konkrete und weiterführende Hilfe. Sie wurden weitervermittelt. Hiermit schließen wir die Kommentare für diesen Post. Vielen lieben Dank.
Ich werde Marcus letzten Post sehr sehr frei übersetzen und noch eigene Gedanken hinzufügen. Vor einigen Tagen sprach mich meine Frau an, ob wir nicht einer ihr unbekannten Frau helfen möchten, die ihr in einem Forum “begegnet” ist. Dort hinterließ sie einen verzweifelten Hilferuf. Sie ist an Krebs erkrankt, hat zwei Kinder ist alleinerziehend, hat kein eigenes soziales Netz vor Ort und wurde von den dortigen Institutionen laut eigener Aussage als “niederschwelliger Fall” immer wieder abgewiesen. Sie schafft es einfach nicht mehr, Kinder und Krankheit unter einen Hut zu bringen. Sie ist kurz davor komplett aufzugeben. Sich und den Kampf gegen die Krankheit. Der Vater der Kinder ist nicht in der Lage die Kinder zu übernehmen, es gibt keine Verwandte vor Ort, es fehlen an allen Ecken und Enden ehrenamtliche Helfer, die eine Patenschaft oder eine Art Opa/Oma-Leihschaft ausführen können. Sie selbst steht bei drei dieser Angebote auf einer Warteliste ganz weit unten, denn auch hier gilt ihr Fall als “niederschwellig”.
Mich selbst hat ihre Geschichte sehr berührt, denn sie ist von heute auf morgen aus ihrer “normalen” Welt katapultiert worden. Natürlich meinen wir immer zu wissen, dass wir in einem Sozialstaat leben, genau wie viele im Internet von “Social Media” sprechen. Wenn es dann aber hart auf hart kommt und die Dinge nicht lehrbuchmäßig verlaufen, kann man mal ganz schön blöd dazwischengeraten. Vor allem wenn man niemanden kennt. Natürlich ist auch Amt für diese Dinge zuständig. Darum wird es aber erst in den nächsten Schritten unserer Hilfe gehen. Uns ist es an dieser Stelle einfach nur wichtig, dass wir bei all dem Getwitter über Gadgets, Fußball, Dschungelcamps und massig von “Social Media” Applikationen, mal für einen Moment innehalten und darüber nachdenken, worüber und wozu wir die Instruemente der sogenannten sozialen Medien eigentlich wirklich nutzen und nutzen könnten.
Wir bitten hier nicht um irgendwelche Spenden, oder dass ihr jetzt morgen auf der Matte stehen müsst um der Frau direkt vor Ort zu helfen. Uns geht es im ersten Schritt darum zu zeigen, dass es Menschen da draußen gibt, die davon nicht kalt gelassen werden, die neben den ganzen Re-Tweets und Re-Blogging über irgendwelche Werbestudien oder Obamawahlkampfgeschichten einfach mal ein Stück weit ins reale Leben blicken und sich beteiligen, mal kurz die Stimme erheben und zeigen, dass sie für andere präsent sind.
Mich hat es (wie andere Menschen auch) berührt und ja, mich kümmert es auch:

Auch du kannst der Frau zeigen, dass es dich kümmert, dass ihr Leid nicht einfach durch oberflächliche Ignoranz erstickt wird. Die klassischen Medien können solche Fälle nicht behandeln. Es ist auch für sie zu “niederschwellig”. Es ist kein Riesensonderkatastrophenfall für sie, den man Millionen von Menschen aufs Exklusiv-Abendbrot schmieren könnte. Auch kein Happy-End in Sicht. Aber wer sonst spricht über solche Dinge, wenn nicht wir einzelne Menschen mit einer digitalen Stimme.
Auch du kannst zeigen, dass es dich was angeht und dass es dich kümmert. Lade ein Foto hoch oder schreibe einen Blogpost, mache irgendwas, nur zeig der Frau, dass sie nicht alleine ist.
Es kostet kaum Zeit, es ist kein Trick dabei, kein strategisch geplanter Link-Bait oder gar eine perfide Viralaktion. Wir sind schon so zugemüllt mit dem ganzen Social-Viral-Spam-Dreck, dass wir es nicht mehr schaffen uns mit solch kleinen Gesten zu engagieren, oder? Beweist uns das Gegenteil. Zeigt, dass euch Menschen noch interessieren. Danke!
Zur Info (weil ja Menschen hier zuerst immer ganz genau wissen wollen, wer das ist und wieso, weshalb warum): Wir wissen auch nicht mehr. Wir haben Kontakt zu ihr aufgenommen, sie war sehr dankbar und ich denke sie wird auch bald selbst etwas dazu sagen. Sie war froh, dass es Menschen gab, die sie nicht kennen, aber umgehend gespürt haben, was in ihr gerade vorgeht und einfach helfen wollen. Und wenn es “nur” kommunizieren ist. Alleine das hat ihr schon sehr geholfen und mir hat es ein wunderbares Gefühl zurückgegeben. Wir machen auf alle Fälle weiter. Wir wollen ihr Problem lösen. Ihr seid herzlich dazu eingeladen uns dabei zu unterstützen. Danke.
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Wen es noch kümmert:

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Fer kümmert es. Er ist in Argentinien.











Mich kümmert es. http://werbeschaf.blogspot.com/2009/01/i-care.html
I Care -> http://twitter.com/denQuer/status/1156602681
Das ist interessant - es gibt derzeit parallel einen Fall in dem mit Hilfe von Social Media auch Solidarität (für einen Obdachlosen) mobilisiert wird, allerdings einen Schritt konkreter - siehe http://socialaction20.wordpress.com/2009/01/26/aktion-uwe-erste-antwort-danke-an-alle-helfer/
So wichtig das Ausdrücken von Sympathie auch ist (weil es die Stimmung hebt und ein Gemeinschaftsgefühl schafft), so sehr kommt es letztlich auch auf Hilfeleistung “im realen Leben” an. Vielleicht kann das obige Beispiel inspirieren, wie es auch im hier geschilderten Fall weitergehen kann?
[...] Zugegeben. Nicht alles, was die beiden Kollegen von Breitenbach&Brown niedergeschrieben, gesagt oder im schöpferischem Prozess veröffentlicht haben, habe ich verstanden. Vermutlich haben auch nicht alle verstanden, was ich selbst in einem Interview vor kurzem gemeint habe, als ich von einer schwierigen Zweisamkeit zwischen sozialen Online-Gemeinschaften und kommerziellen Interessen sprach. Ganz sicher aber habe ich verstanden, was Patrick und Marcus mit dieser Aktion erreichen wollen. [...]
[...] Keine Ahnung, entscheidet selber: I care! [...]
http://www.flickr.com/photos/28250248@N03/3235058535/
Danke euch allen!
@Jan: Danke für den Link mit dem Projekt. Bestimmt inspirierend, ja.
[...] und Marcus haben über eine Frau berichtet, die an Krebs erkrankt ist und nicht mehr weiter weiß. Sie baten die Web-Gemeinde um Hilfe, nicht [...]
Me too
http://www.flickr.com/photos/34529694@N05/3235504385/
Gruppeneinladung: StudiVZ / mein VZ — “Mich kümmert es!”
Ihr seid herzlich eingeladen
Patrick: ich habe mir erlaubt deinen Text als Beschreibung einzusetzen und auf diese Seite Verlinkt.
Ich hoffe das ist in deinem Interesse….
Mich kümmert es!
@Marcin: Es ist natürlich in unserem Interesse. Danke Marcin. (Auch wenn ich grad selbst nicht im VZ bin)
[...] Mich kümmert es! [...]
[...] nicht allen geht es so gut. Patrick macht uns auf eine Mutter aufmerksam, die an ihrer schwindenden Gesundheit und der Verantwor… Und offenbar erfährt sie in dieser Situation keine Unterstützung ihres natürlichen [...]
Tach zusammen,
ist ja ein interessantes „erstes“ Unterfangen.
Zunächst sollte ich vielleicht sagen, dass auch ich mich damit „beschäftige“. Das hier in Deutsch genutzte Wort „kümmere“ ist mir aber zunächst ein wenig zu hoch gegriffen. Kümmern geht weit über ein Schnipsel Papier auf dem eine Slogan steht hinaus.
Ist daher nicht die wichtigere Frage: „Who doesnt care!“? Hier ist doch das eigentlich Problem. Hier sind wir als Gesellschaft und als Menschen gefragt. Wir müssen versuchen heraus zu finden wieso ein solches Thema viele Menschen evtl. nicht interessiert und wie wir an dieser Stelle Ängste und Sorgen derer nehmen können.
Ein anderes Thema welches mir in der Verbindung sehr am Herzen liegt:
Ich finde eure Idee von B&B im Großen und Ganzen sehr gut. Allerdings, bin ich wirklich schockiert mit welcher Ignoranz ihr schon bei dem ersten Problem versucht Gutmenschentum zu verbreiten.
Wenn ich mir z.B. eine Aussage von Marcus anschaue:
“I want to talk to the authorities and hear the nonsense that they will inevitably tell us”
frage ich mich mit welcher Ehrlichkeit ihr an die ganze Sache heran geht.
Sind es nicht genau diese Vorurteile die viele Lösungen bereits im Keim ersticken. „dieses Marketing Bla bla“, „Mein Nachbar will doch eh nicht zum Grillen kommen“, „Ämter helfen niemals und keinem“.
Glaubt ihr es ist eurer Sache Förderlich zu behaupten, dass ein Gespräch in jedem Fall nichts positives bewirkt?
Ich will euch hier keinesfalls angreifen ich frage mich durch eine solche Aussage nur, wie ernst ihr euren Leitsatz wirklich nehmt.
Übrigens gibt es interessantes Interview vom Küchenradio Team http://www.kuechenradio.org/wp/?p=317 mit einem Dozenten der D School welche sich mit ähnlichen Problemen beschäftigt.
Lg. Nico
@Nico: Danke für deine Anerkennung für das was wir hier spontan gestartet haben. Danke für die Kritik, denn natürlich sind wir nicht perfekt bzw. das Ganze ist auch nicht generalstabsmäßig geplant.
Ich wehre mich aber ein wenig gegen die Aussage “Who doesn’t care”. Ein ganze Menge interessiert das nicht die Bohne. Eine ganze Menge von Menschen sprechen lieber über das Wetter, eine blöde Fernsehserie oder die neusten Internetapplikationen. (is ja auch in Ordnung, mach ich auch) Viele reden sehr viel übers Social Web, Messbarkeit, Werbewirksamkeit, Spass und und und, aber dass man damit auch nützliches machen könnte, davon redet kaum jemand. Das wollen wir ändern.
Diese Aktion ist ein erster kleiner Schritt. Ein Schritt zu zeigen, dass es Menschen gibt, denen es nicht egal ist. Menschen, die vielleicht nicht direkt helfen, aber die gedanklich mitfühlen. Empathie zeigen eben. Das ist uns JETZT gerade am Anfang wichtig. Und auch der betreffenden Person ist es sehr wichtig, denn sie fühlte sich von den Behören nicht richtig unterstützt. Ja vielleicht hat sie nicht genug und intensiv das Gespräch gesucht, vielleicht ist sie an den Falschen in der Amtsstube geraten und ihr Vertrauen verschwand, vielleicht hatte sie alleine auch einfach keine Kraft mehr zu kämpfen.
Sie verspürt jedenfalls Frust, Wut und Ohnmacht eben auch in Bezug auf die Behörden, die Marcus etwas provokativ angesprochen hat. Ich denke, seine Empathie ging sehr tief, denn er hat die Wut der Frau nachvollzogen und weitergegeben. Natürlich werden wir in den nächsten Schritten auch mit diesen Menschen sprechen. Und natürlich geht jeder Mensch irgendwie voreingenommen an solche Sachen heran.
Wir sind Menschen und keine verdammten Roboter!
Wenn wir nicht glauben, dass Gespräche etwas bringen, hätten wir keine Gespräche angekündigt, oder?
In diesem Sinne und nochmal vielen Dank für deine Eindrücke.
@breitenbach Wie ja schon gesagt: i care. Was mir in der ganzen Erklärung der Aktion ein wenig untergeht (vielleicht habe ich aber alles auch nur zu schnell gelesen): Könnt Ihr die KONKRETEN Herausforderungen nochmal auf den Punkt bringen: Was soll ein Gespräch mit den Behörden bewirken? Was soll am Ende als konkrete Hilfe stehen? Wissen wir das überhaupt schon? Oder ist es ein herantastendes Vorgehen, das mit “I care”-Zetteln anfängt und einer gemeinschaftlichen Sorgepflicht enden könnte? Sorry, wenn das eine dämliche Frage ist, aber nach dem Aufrütteln, das so ganz gut funktionieren könnte: What are we aiming at?
[...] rangiert dort ebenfalls unter den Top-Meldungen. Immerhin auf Platz 6 schafft es die Aktion “Mich kümmert es”, die von einer krebskranken Frau handelt, der eine Bloggerin online “begegnet” ist. Der [...]
[...] Keinem Menschen unterstelle ich Gleichgültigkeit oder mangelndes Mitgefühl. Aber mit plakativen Aktionen habe ich ehrlich gesagt schon so meine [...]
[...] keeper”, versuche es zumindestens zu sein. Auch ein Patrick Breitenbach ist ein Keeper. Der auf einen Fall hinweist, wo man konkret mithelfen kann aber auch symbolisch als Keeper aufstehen kann. Eure Entscheidung. [...]
Es kümmert mich auch, aber ich kann mich nicht drum kümmern. Ich habe selbst so viel um die Ohren, bekümmern tut es mich trotzdem!
[...] Breitenbach und Marcus Brown von Breitenbach & Brown werfen dieser Tage eine wichtige Frage auf: Ist das, was wir so schön “Social Media” nennen im Kern asozial. Sind Blogs und [...]
[...] dass ich auf meiner einsamen Insel lebe. Im Net gibt es auch noch andere um die es sich lohnt zu zu kümmern. Wenn ich denn meine spärlichen Gedanken zusammenhalten könnte, dann würde mich das [...]
@Björn: Die Fragen sind alle berechtigt. Wir können sie nur nicht zu diesem Zeitpunkt beantworten. Unser erstes Ziel ist es: Helfen. Schnell. Unkompliziert. Schritt für Schritt.
Mit der scheinbar plakativen Aktion, wollen wir in erster Linie ihr Mut machen. Ihr die Einsamkeit, Hilflosigkeit etc. ein Stück nehmen. Sowas kann unheimlich viel Kraft schenken. Ich weiss das, die Resonanz gibt mir selbst unheimlich viel mehr Kraft weiterzuhelfen. Man weiß, dass es Menschen gibt, denen andere Menschen nicht egal sind. Das ist etwas wunderschönes.
Die nächsten Schritte werden wohl eine Organisierung von lokaler Hilfe sein. Dazu sprechen wir zuallererst mit ihr persönlich (bisher “nur” Mailkontakt) dann mit den Menschen und Behörden vor Ort. Wir haben jetzt schon Leute, die gerne vor Ort was machen wollen und wenn es nur für einen Tag für eine Stunde ist. Gemeinsamkeit ist so wichtig, denn alleine kann man auch nicht richtig helfen.
Und dann als nächsten größeren Schritt, würden wir uns wünschen, dass aus dem Einzelfall ein Modell werden könnte. Auch da hat die betroffene Frau schon selbst Ideen im Kopf und in der Schublade. Aber soweit sind wir noch nicht. VErsprechungen zu machen, die wir am Ende aus irgendwelchen Gründen vielleicht nicht einhalten können, möchten wir an dieser Stelle nicht äußern.
Wir tun es so, wie Brown und ich die meisten Dinge tun wollen. In einem Prozess, zusammen mit anderen Menschen. Die Dinge müssen sich entwickeln, sich entfalten. Neue Menschen bringen neue Möglichkeiten, neue Varianten, neue Ideen, neues Potenzial.
Ungefähr angekommen, worauf ich hinaus will?
Das hier ist kein Profi-Projekt. Es hat mit einem Hilferuf angefangen, nun ist es ein kleines Zeichen, dass wir den Hilferuf gehört haben und dass sie nicht alleine ist. Alles weitere folgt.
Danke an alle!
@Petra: Ich kenne deine Situation und ich weiß es zu schätzen, dass du trotz allem dich dazu gemeldet hast. Wenn du etwas brauchst, zögere nicht dich zu melden. Wir können wenigstens schon einmal zuhören. Danke!
gute geschichte! ich bin in einer ähnlichen sutiation wie petra und kann deshalb nicht sagen; ich kümmere mich, sondern nur es kümmert mich und das werde ich später auch noch tun!
solche aktionen sind wichtig, egal was schlussendlich daraus wird. zu zeigen: ey da sind menschen, die würden helfen wollen, in welcher form auch immer! alleine der gedanke hilft! moralische unterstützung ist eine der wichtigesten! ich kenne den ganzen schrott mit kassen und behörden zu genüge und ich kann mir in etwa vorstellen, vor was für einem haufen sie gerade steht!
nicht beirren lassen und durchziehen, was aus dieser aktion wird, wird sich schlussendlich zeigen. lieber spontan irgendwas in die gänge bringen, als wegzusehen!
Danke Tasha! Herzlichen Dank!
> Beweist uns das Gegenteil. Zeigt, dass euch Menschen noch > interessieren
Gibt es auch andere Arten, dies zu zeigen? Muss man das überhaupt zeigen? Muss ich das jetzt hier und jetzt beweisen?
Ich habe Respekt vor eurem Mitgefühl und vor allem vor eurer tatkräftigen Hilfe für die Frau, möchte aber auch anmerken, dass ich diese pathetische Art des Trommelns für einen guten Zweck als grenzwertig empfinde. Ein bisschen leiser, zurückhaltender und weniger emotional wäre mir lieber - und wohl auch nachhaltiger und langfristig weniger abstumpfend.
@breitenbach Passt.
@Fragezeichner: Danke für deine Anmerkung. Du musst uns wirklich rein gar nichts beweisen! Auch die Leute nicht da draußen. Es ist (noch) ein freies Netz. Und jeder entscheidet selbst, was er mit seiner Zeit und seinen Worten und Taten anfängt.
Lieber pathetisch helfen, als pathetisch Zeit vergeuden. So sehe ich das. Abstumpfend? Keine Ahnung, bei mir kommt sehr viel Kraft rüber und ich denke die Kraft war mal wieder bitter nötig im Einheitsbrei des großen Blah Blah.
Mit Pathos ist es ein wenig wie mit Klischees. Irgendwie funktioniert es und irgendwie gibt es einen kleinen wahren Kern.
Aber Hauptsache am Ende wird irgendjemanden geholfen oder irgendetwas bewegt sich.
[...] verstanden und genutzt werden können zeigen dieser Tage »Breitenbach und Brown«. Mittels Blogbeiträgen rufen sie zu mehr Solidarität [...]
[...] Januar 2009 · Keine Kommentare Hier und da haben Blogs jüngst Einzelpersonen Aufmerksamkeit verschafft und geholfen. Ich will mein Glück mal [...]
[...] PM: TL Bis dahin bitte diesen Beitrag lesen und “kümmern.” Stichwort Hilfe und [...]
[...] viele Worte. Lest euch den Text durch und entscheidet [...]
Ich würde gerne spenden, ehrlich gesagt.
Und kann sich nicht mal jemand an die zuständigen Ämter wenden? Das ist ja eine Katastrophe. Die Caritas etc. hilft doch bestimmt in so einer Situation. Bildchen hochladen finde ich - ehrlich gesagt - ein bisschen albern.
@Schnutinger: Dann hast du dir wohl noch nicht alles durchgelesen.
Danke.
Im Übrigen finde ich allerlei Sachen, die Menschen so ins Netz stellen, reichlich albern. Ist ja okay, wenn du das nicht unterstützen willst. Aber muss man es gleich öffentlich miesmachen? Ich dachte gerade du als Contentproduzentin wüsstest das besser …
Sehr schade.
Ich weiß nicht, mir ist der ganze Trubel zu viel.
Und ich glaube nicht, dass die Story für klassischen Medien zu “niederschwellig” sei, was auch immer das Wort genau bedeutet. Sendungen wie Stern TV & Co. handeln ständig von solchen Einzelschicksalen. Die sind anschaulich, berühren und sind nicht so abstrakt wie Statistiken oder Expertenmeinungen — aber spiegeln sie die Gesamtsituation wider? Kann die Lösung eines Einzelschicksals etwas zum “Greater Good” der Gesellschaft beitragen? Nächste Woche, nächstes Einzelschicksal. 52 Leuten geholfen im Jahr. Gut, besser als nix, aber wirklich weiter bringt uns das Rumwerkeln im Kleinen nicht, oder? Was ist mit den anderen 80 Mio. bzw. 7 Mrd. Menschen?
Hallo Fabian,
ist der Trubel dir jetzt zu viel oder zu wenig? Ich verstehe deinen Kommentar nicht ganz, denn er widerspricht sich ein wenig. (Und die betreffende Frau hat es mir so erzählt. Die Medien meinten “niederschwellig” und kein Happy End zu sehen. Keine Ahnung ob es stimmt. Ich glaube ihr jedenfalls)
Erstmal ganz lokal denken und handeln, der Rest vernetzt sich schon irgendwann. Wichtig ist sowieso sich selbst zu ändern, die eigene Einstellung, das eigene Handeln. Vorbild werden usw.
Man kann immer nur im Kleinen anfangen. Wer die Welt als oberstes Ziel komplett auf einmal ändern will, der wird sehr sehr schnell frustriert, wütend oder resigniert sein.
Hmhm, ich versuche selbst, zu verstehen, was mich an der “Aktion” stört. Ich glaube, ich finde Einzelschicksale als Aufhänger für irgendetwas (Positives wie Negatives) immer schwierig.
Disclaimer: ich habe mich mit der Frau, um die ihr Euch kümmert, noch nicht auseinandergesetzt, deswegen ist das folgende nur ein Beispiel.
Was wir aus dem Beispiel der Frau lernen oder erfahren sollen, ist doch, dass das deutsche Sozial-, Krankenkassensystem oder wasauchimmer in manchen Fällen einfach versagt. Dazu braucht Otto-Normal-Bürger leider ein Einzelschicksal, weil ihm Statistiken, die ihm genau das belegen könnten (”5 von 100 Krebspatienten erhalten 0 Unterstützung vom Staat weil blabla…”) nicht reichen, um sich davon ein Bild zu machen, sich berühren oder aktivieren zu lassen. Das finde ich schade, aber auch irgendwie nachvollziehbar.
Mit “lokal denken und handeln” hast du natürlich Recht. Mein Wunsch wäre halt, dass man ohne Einzelschicksal auskommt und stattdessen Leute in die Krebspatienten-Selbsthilfegruppen schickt, wo sie sich engagieren können. Davon hat die Gesellschaft mehr, als wenn 10.000 RTL-Zuschauer für eine Patientin ne Spendennummer anrufen — oder Blogger ihre Nase in die Webcam halten.
“ich habe mich mit der Frau, um die ihr Euch kümmert, noch nicht auseinandergesetzt”
Genau das ist der Knackpunkt. Wir schon. Nur so funktionierts. Empathie. Nähe.
Keine distanzierten Fernsehberichte oder Social Campaigns von der Plakatwand.
Es muss berühren. Und es hat uns berührt und scheinbar hat Marcus Eintrag einige berührt usw usw.
Und wir wissen ja noch gar nicht, ob am Ende nicht vielleicht sogar eine größere Lösung für andere Menschen in Sicht ist. Wir wollen der Frau helfen. Nicht der Welt oder einer Organisation, die ich gar nicht kenne. Soweit verstanden?
Falls nicht: Let’s agree to differ!
>> “ich habe mich mit der Frau, um die ihr Euch kümmert, noch nicht auseinandergesetzt”
> Genau das ist der Knackpunkt. Wir schon. Nur so funktionierts. Empathie. Nähe.
Ok, das war klar, dass Du auf diesen Punkt anspringst
Ich hab’s verstanden. Ich will der Welt helfen. Vielleicht mache ich es mir damit einfacher, weil’s so abstrakt und nicht machbar ist.
Um wie viele Leute wollt Ihr Euch kümmern?
Fabian, es geht nicht darum wievielen Menschen man auf einmal hilft. Es geht darum dass man überhaupt etwas tut, dass man Vorbild ist, dass man andere mitnimmt, und nicht nur ständig sagt und jammert: man könnte doch, man hätte doch, man sollte doch lieber, wieso macht man nicht, man müsste doch …
DO something. Don’t just talk or judge things.
Aber ich verstehe dich, ich war früher ganz genauso. Welt verändern im Großen oder lieber gar nix machen. Große Pläne schmieden aber dann natürlich wegen Unmachbarkeit frustriert sein, ohnmächtig sein usw.
Wir kümmern uns um so viele Leute wie wir können und wollen. Ende der Geschichte. Und nun muss ich mich um Sachen kümmern. Entschuldige mich bitte.
Die Gesellschaft besteht nun mal aus Individuen.
Individuen die helfen können und Individuen die Hilfe brauchen.
In diesem Sinne kümmert es mich!
Anna, Hamburg 2009.
Es berührt und bekümmert mich!Natürlich kann man/frau endlos über das Für und Wieder dieser Aktion diskutieren. ich denke alleine die Gewissheit ,dass sich meine Mitmenschen für mich interessieren und mit mir mifühlen,kann positive Kräfte aktivieren.Wie kann ich helfen?
@Anna: Danke! Schön auf den Punkt gebracht. Es gibt ohne Individuen kein “Wir”.
@Ditte: Dass du dich gemeldet hast, ist der erste Schritt zur Hilfe, so wissen wir, wer überhaupt daran interessiert ist, weiterzumachen. Nach dem Wochenende wissen auch wir mehr und was man konkret tun kann. Danke.
[...] man Sascha Lobo neue Twitter-Follower, indem man sein Verlosungsaktion verbreitet oder dem Duo B&B hübsche Kommentar- und Zugriffszahlen. Letztere aktivieren ihre Leser zumindest für einen guten [...]
I Care.
Es kümmert mich.
Me importa.
Du hast Hilfe hier in Argentinien !
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